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BUND gegen die RWE-Rodungen im Hambacher Forst

Der Hambacher Wald gehörte mit seinem einzigartigen Ökosystem zu den letzten großen Mischwäldern in Mitteleuropa. Von seiner ursprünglichen Größe ist heute nicht mehr als ein Zehntel vorhanden. Seit 40 Jahren wird der Wald abgeholzt - weil sich unter den uralten Bäumen Braunkohlevorkommen befinden. Der Energiekonzern RWE hat im Hambacher Forst einen Braunkohletagebau errichtet der stetig wächst. Am Montag haben RWE-Mitarbeiter unter Protest von Waldschützern und AktivistInnen wieder mit den Rodungen begonnen. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat die Rodungen im Hambacher Forst nun vorerst gestoppt. Ab Dienstag 18 Uhr darf dort nicht mehr gefällt werden. Damit hat der BUND, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland einen ersten Erfolg in seinen langjährigen Klagen erzielt. Der BUND setzt sich für den Erhalt des Hambacher Waldes ein und versucht juristisch gegen die Rodungen und den Ausbau des Hambacher Braunkohletagebaus vorzugehen. Über die aktuelle Lage im Hambacher Forst sprachen wir mit Dirk Jansen, dem Geschäftsleiter Umwelt- und Naturschutzpolitik beim BUND in Nordrhein-Westfalen.