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Endstation Tirana. Ein Reisebericht.

Ein Feature von Max Mönch: Mi. 26.12, 19:00 Uhr (Wdh. 27.12. 10:00 Uhr)

Das Feature erzählt die unglaubliche Geschichte fünf junger Männer. Ahnungslos waren sie plötzlich auf dem Radar der Weltpolitik erschienen. Auf der Flucht vor der einen Weltmacht landeten sie plötzlich im Netz der anderen und verschwanden über Jahre von der Bildoberfläche – in Guantanamo. Bis sie schließlich wieder auftauchten – in Tirana, Albanien – und endlich ihre Geschichte erzählen können.

 

Im Feature geht es um fünf junge Uiguren, die bei der Flucht vor der chinesischen Staatsmacht in den Fänge der USA gerieten und dort als vermeintliche Terroristen über Jahre in Guantanamo verschwanden. Sie selber wussten nicht warum. Als die Amerikaner begannen, Guantanamo zu füllen, bekam der war on terrorism allmählich Konturen. Hunderte Terrorverdächtige aus der ganzen Welt wurden hierher geflogen. Die Bilder aus Guantanamo wurden zu Nachrichtenikonen des neuen Jahrtausends. Wir lernten sie kennen, als knieende orangene Kreaturen mit schwarzen Ohrenschützern und dunklen Skibrillen. Es waren Abbilder einer neuen Dimension des Bösen, das die Vereinigten Staaten dabei waren zu bekämpfen.

Interessanterweise wurden die Fünf in Guantanamo vom chinesischen und usbekischen Geheimdienst verhört. Nach ihrer Freilassung, kamen sie nach Albanien, da sie kein anderes Land aufnehmen wollte… Max Mönch hat mit ihnen gesprochen, aber auch mit dem amerikanischen Außenministerium. Eine unglaubliche Geschichte.die bisher weder im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, noch in diversen Printmedien ihre „Würdigung“ erhalten sollte. KollegeInnen von PiRadio aus Berlin haben nun zusammen mit Max Mönch dieses Feature produziert.