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Fünf Jahrzehnte rechter Terror – ein Gespräch mit Sebastian Gräfe

Das Bekanntwerden der Serienmorde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) löste aus ganz unterschiedlichen Gründen eine schockierende Wirkung aus. Diese bezog sich auch auf die Forschung zum Thema, denn in den einschlägigen Arbeiten hatte Rechtsterrorismus zuvor nur kursorisches Interesse gefunden. Der NSU wies gegenüber früheren Formen von Rechtsterrorismus einige Spezifika auf. Worin diese genau bestehen, wurde nach der Aufdeckung des terroristischen Trios indessen nur sporadisch untersucht.

Der Politikwissenschaftler Sebastian Gräfe geht nun mit seinem Buch „Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland“ der Leitfrage nach: „Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es mit Blick auf die Ideologie, die Handlungsmuster und die Organisationsprinzipien im Rechtsterrorismus nach der Wiedervereinigung im Vergleich zur Bundesrepublik vor 1990?"
Wir sprachen mit Sebastian Gräfe über die Untersuchungen am Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik.