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#HappyHartz IV – eine anstößige Kampagne gegen Hartz IV-Sanktionen

Glücklich durch Hartz IV, das klingt seltsam. In den vergangenen Tagen tauchten Videos auf, in denen Hartz-IV Empfänger*innen davon berichten, wie schön ihr Leben durch Hartz IV ist. Zudem hingen in der Berliner U-Bahnstation am Rosa-Luxemburg-Platz Plakate, auf denen für die Kampagne #HappyHartz IV geworben wurde. Präsentiert werden die Videos und Plakate von der Seite "Mein Jobcenter". Diese Seite hat nichts mit dem tatsächlichen Jobcenter zu tun. Nach einigen Tagen, in denen sich bereits viele Menschen über die Videos echauffiert haben, hat sich der Verein sanktionsfrei für die Aktion verantwortlich gezeigt und offenbart, worum es bei der Kampagne geht. Die Kampagne will auf die Lebensbedingungen von Hartz IV Empfängern aufmerksam machen. Und so werden auf der Seite "Mein Jobcenter" nun Videos mit Berichten von Betroffenen gezeigt, die offenbaren, wie widrig die Lebensumstände durch Hatz IV sind. Der Verein sanktionsfrei macht damit außerdem auf seine Arbeit aufmerksam, die darin besteht, Hartz IV Betroffenen die Möglichkeit einzuräumen, sanktionsfrei ein Existenzminimum zu beziehen. Worum es sanktionsfrei mit der Kampagne HappyHartzIV genau geht, darüber sprachen wir mit Helena Steinhaus. Sie ist Geschäftsführerin von dem Verein Sanktionsfrei.