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ID without Colours

Ein junger Mann sitzt im Zug. Zwei Polizisten sprechen ihn an und wollen seinen Ausweis sehen. Er ist der einzige im Zugabteil, der kontrolliert wird. Warum? Die Polizei sagt in seinem Abteil rieche es nach Marihuana. Er sagt: Wegen seiner Hautfarbe.

Alltagsrassismus und vor allem institutaionalisierter Rassismus sind in Deutschland alltäglich und werden doch häufig ignoriert, totgeschwiegen oder nicht ernst genommen. Doch für die Betroffenen ist es eine mitunter tägliche Erfahrung, vor allem mit Beamten und Behörden. Das sogennante Racial Profiling ist dabei eine polizeiliche Praxis, nach der Menschen lediglich aufgrund von äußeren Merkmalen als verdächtig eingestuft werden und nicht anhand von konkreten Verdachtsmomenten. Diese in Deutschland gängige Praxis thematisiert der Film „ID WithoutColors“, der heute abend im Puschkino gezeigt wird. Organisiert wird die Veranstaltung vom Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA). Dazu haben wir mit Keywan Tonekaboni von LAMSA e.V. gesprochen.