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Kongress zur Parteigründung der FARC in Kolumbien

Kolumbien blickt auf eine gewaltvolle Vergangenheit und Gegenwart. Über 50 Jahre lang bekämpften sich die FARC, die größte Guerilla in Kolumbien und die Regierung. Nun, nach jahrelangen Verhandlungen, schlossen sie einen Friedensvertrag. Am 26. September letzten Jahres beendeten die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (die Farc) und die Regierung unter Präsident Juan Manuel Santos einen 52 Jahre währenden bewaffneten Konflikt. Dabei zeigt sich, dass die Friedensverhandlungen sich nach so einer langwierigen, von Gewalt geprägten Vergangenheit mehr als schwierig gestalten. Doch bilden sich in Kolumbien langsam auch die Anfänge, für eine politische Integration der FARC in das kolumbianische Parlament heraus.

Am vergangenen Sonntag hat in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá der Nationalkongress der Farc begonnen. Auf dem vom 27. August bis zum 1. September stattfindenden Event soll nach über 50 Jahren des bewaffneten Kampfs ihre neue politische Partei gegründet werden.

Von Sprechern der FARC heißt es da, dass man sich mit diesem Kongress in eine neue, ausschließlich politische Organisation umwandeln werde, die ihre Ziele auf legalem Weg verfolgt.

Zu diesem Kongress hat Jenni von CORAX mit Prof. Dr. Günther Maihold von der Stiftung Wissenschaft und Politik gesprochen. Er hat sich in seiner Forschung unter anderem auf den Friedensprozess in Kolumbien spezialisiert. Zunächst einmal gehen sie dabei aber nochmal auf den Konflikt zwischen FARC und Regierung selbst ein. Maihold erklärt im Folgenden, welche Hürden sich im Friedensprozess seitens der FARC und der Regierung stellen: