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Media against hate

Der Staat Polen ist nicht unbedingt ein Vorzeigebeispiel freier Presse und unvoreingenommener Medienberichterstattung. Der politische Rechtsruck hat ähnlich wie in Ungarn auch hier seine Spuren hinterlassen. Private Medien in internationaler Hand werden schnell mal vom Präsidenten als Agenten-Sender beschimpft; das erzkatholische Medium Radio Maria hingegen kann ungestraft gegen Muslime wettern. "media against hate" nennt sich eine Initiative europäischer JournalistInnen, die zur Zeit in Olsztyn in Polen darüber diskutieren, welche Rolle die Medien in den existierenden Demokratien Europas spielen könnten oder sollten. Interessant an der Konferenz ist, dass neben öffentlich-rechtlichen Sendern auch Community Medien vertreten sind. Ralf sprach mit Michael Nicolai, der in seiner Funktion als Präsident der europäischen Sektion des Weltverbandes der Freien Radios AMARC vor Ort ist.