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Netzwerk Recherche kritisiert entzogene G20-Akkreditierungen von Journalisten

Die Aufarbeitung des zurückliegenden G20-Gipfels und dessen Gewaltexzesse sind in vollem Gange. Eine Frage, die dabei auch geklärt werden muss: Warum wurden mehreren Journalisten die Akkreditierungen entzogen? Insgesamt 32 Journalisten waren nach Beginn des Gipfeltreffens in Hamburg von der Berichterstattung vor Ort ausgeschlossen worden, obwohl sie zuvor Akkreditierungen erhalten hatten. Mehrere von ihnen klagten anschließend gegen die Entscheidung des Bundespresseamts, das sich auf Einschätzungen der Sicherheitsbehörden berufen hatte. Wie sich inzwischen herausstellte, handelte es sich dabei um falsche oder veraltete Einträge in den Datenbanken des Bundeskriminalamtes und der Sicherheitsbehörden der Länder. Der G20 selbst liegt bereits sechs Wochen zurück, trotzdem warten einige der betroffenen Journalisten und Medienvertreter immer noch auf Auskunft der Behörden. Kritik an der verschleppten Aufklärung kommt vom Netzwerk Recherche. Das Neztwerk verurteilt das Versagen des Bundespresseamts, des Bundeskriminalamtes und anderer Sicherheitsbehörden beim Entzug von Presseakkreditierungen während des G20-Gipfels scharf. Zu diesen Punkten der Kritik sprachen wir mit Guenther Bartsch vom Netzwerk Recherche . Wir fragten ihn zunächst wie sich dieses Hinwegsetzen über rechtsstaatliche Prinzipien konkret gezeigt hat.