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Ohne Auto leben – Bernhard Knierims Kritik am Symbol moderner Mobilität

Das Auto ist allgegenwärtig. Als Symbol für moderne Mobilität erscheint es unverzichtbar, auch wenn es meist 23 Stunden am Tag nutzlos herumsteht. Die Probleme, die es mit sich bringt, sind jedoch unübersehbar: Unfälle mit Toten und Verletzten, Lärm, Staus, Stress, Klimawandel, Umweltverschmutzung, enormer Flächenverbrauch für die benötigte Infrastruktur und immense Kosten für die Allgemeinheit. Viele Menschen wünschen sich daher weniger Autoverkehr, auch, wenn der eigene Verzicht oft schwer fällt und ein Leben ohne Auto jenseits großer Städte nicht leicht zu organisieren ist. Der Autor und Verkehrswissenschaftler Bernhard Knierim zeigt in seinem Buch "Ohne Autos Leben" auf, dass ein autofreies Leben möglich ist und einen großen Gewinn bedeutet. Seine These: „Ohne Auto zu leben, spart Zeit und Geld, die für anderes genutzt werden können. Und in vielen Fällen ist man ohne Auto letztlich mobiler als mit, wenn man es richtig anstellt.“ Doch für viele ist das Auto auch heute noch Statussymbol und geliebtes Gut. Im Gespäch mit Jenni von Radio CORAX erklärt Bernhard Knierim, wie es dennoch gelingen kann, von der Last, die Autos im Straßenverkehr mit sich bringen, zu überzeugen und zum Umdenken zu motivieren.