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Oper Halle: Thesen zur Gegenwart #1

#1 Intervention und Simulation – Politiken für eine neue Stadtgesellschaft

Im Rahmen des Werkleitz Festivals „Nicht mehr, noch nicht“. Für die erste Ausgabe der neuen Diskursreihe „Thesen zur Gegenwart“ stellte Kay Voges, Intendant des Schauspiel Dortmund, seine Thesen aus der eigenen Arbeit zur Diskussion mit dem Publikum: Welche Formen des Eingriffs in das öffentliche Leben, welche Entwürfe von gemeinschaftlichen Räumen kann Kunst einer Stadtgesellschaft heute anbieten? Voges geht in seiner Stadt gern genau dorthin, wo es weh tut: Sein Theaterhaus interveniert an Neonazi-Treffpunkten oder flirtet mit dem BVB in dessen Megastore. Die Lebensentwürfe moderner Großstädter führen zu seiner Form eines neuen politischen Theaters, das sich in den Alltag der Dortmunder einmischt und entwirft, wie wir nicht mehr, noch nicht miteinander leben wollen. Durch das Publikumsgespräch führten Jeanne Bindernagel (Oper Halle) und Daniel Herrmann (Werkleitz).

Die Diskursreihe „Thesen zur Gegenwart“ wird von der Oper Halle in Kooperation mit dem Leipziger Centre of Competence for Theatre ausgerichtet.