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Röszke 11 – ein Exempel in Ungarn

Letztes Jahr im September trat in Ungarn ein Gesetz in Kraft, das "illegale Einwanderung" als eine Straftat festlegte. Um die Flüchtlinge auf der Balkanroute aufzuhalten, wurden Ungarns Grenzen mit Zäunen gesichert. Als sich am Grenzübergang in Röszke, einem Ort auf halben Weg zwischen Belegrad und Budapest, tausende Menschen auf der Flucht sammelten und schließlich die Zäune öffneten, versuchte die Polizei sie mit Knüppeln und Wasserwerfern aufzuhalten. Scheinbar willkürlich wurden 11 Personen aus der Menge festgenommen - und an ihnen statuiert Ungarns Regierung ein Exempel. Im Juli wurden zehn von ihnen wegen „illegaler Einreise“ zu Haft von ein bis drei Jahren, teils auf Bewährung, verurteilt. Übrig bleibt Ahmed H., der als Rädelsführer angeklagt wurde. Heute endete sein Prozess. Über das Urteil und die Hintergrundgeschichte dazu sprachen wir mit Lukas von der Free the Röszke eleven Internationalen Solidaritätskampagne.