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Zwischen Stimmungsmache und Solidarität: die Hasi nach anderthalb Jahren

Zwischen Stimmungsmache und Solidarität: die Hasi nach anderthalb Jahren

Die Zukunft von Freiräumen und alternativen Projekten in Halle ist ungewiss. Das betrifft vor allem das Projekt Hasi in der Hafenstraße 7. Im Januar vergangenen Jahres wurde das HWG-Gelände der alten Gasanstalt von Aktivisten und Aktivistinnen besetzt. Nach kurzen Verhandlungen konnte ein Nutzungsvertrag geschlossen werden, der noch bis September diesen Jahres gilt. Heute ist die Hasi ein belebter Ort für alternative Kultur und soziale Projekte. Ganz so, wie es die Aktivistinnen und Aktivisten vor einenhalb Jahren angekündigt hatten. Wie lange dieser soziokulturelle Freiraum in der Hafenstraße 7 noch erhalten bleibt, ist aktuell abhängig von der Halleschen Wohnungsgesellschaft. Die hat sich bislang noch nicht zu einer Verlängerung des Nutzungsvertrags geäußert. Bei der Mitteldeutschen Zeitung ist man sich hingegen schon sicher, dass die Hasi keinen weiteren Vertrag erhalten sollte. Dort macht ein Redakteur Stimmung gegen das selbstverwaltete Haus. Das scheint in einigen Teilen der Stadt auf fruchtbaren Boden zu stoßen. Angeregt durch die tendenziöse Berichterstattung in der Mitteldeutschen Zeitung hat Paula von Radio Corax der Hasi das erste Mal einen Besuch abgestattet. Mit ihr waren etwa 100 Menschen zu einer öffentlichen Vollversammlung in die Hasi gekommen, in der über den aktuellen Stand des Vertrags und über die Vorwürfe gegen das Projekt aufgeklärt werden sollte. Paula sprach mit Angehörigen des Projekts, mit Nachbarn, städtischen Politikerinnen und Kindern aus dem Kiez über den Ort, an dem laut MZ radikale Linke und Hausbesetzer wohnen.

Hier gibt es Infos zum Stand des Projekts: https://hafenstrasse7.noblogs.org/