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Anstiften – für eine selbstorganisierte Auszubildendenbewegung

Wir berichten immer wieder über Arbeitskämpfe, was wir jedoch selten thematisieren, sind diejenigen, die zwar auch arbeiten, die aber auch noch lernen müssen, also die Auszubildenden. Dabei herrschen auch bei deren Arbeitsbedingungen eine Menge Missstände - Unbezahlte Überstunden, ausbildungsfremde Tätigkeiten und mangelnde Ausbildungsqualität gehören zum Alltag, wie der alljährliche Ausbildungsreport der DGB-Jugend zeigt. Da es aber keine Vernetzung und Selbstorganisation von Auszubildenden gibt, werden diese Probleme häufig individualisiert und entpolitisiert. Um das zu ändern, gibt es die gruppe "Anstiften". Sie will Auszubildende im Bauhandwerk organisieren und damit eine neue Lehrlingsbewegung anstoßen. Vorbild dafür ist der linke Aufbruch Auszubildender in den 1970er Jahren. Schon 1968 haben sich Lehrlinge in großem Rahmen solidarisch organisiert und protestiert gegen die altertümlichen Ausbildungsbedingungen, die z.T. noch auf Ordnungen aus dem 19. Jahrhundert zurückgingen. Mitte der 70er Jahre, auch in Zusammenhang mit der Weltwirtschaftskrise ist diese Bewegung aber wieder abgeebbt. Die gruppe Anstiften will ihr Erbe antreten. Und mit einem der Aktivisten von anstiften sprach Saskia von Radio Corax.