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Über die Theorie und die mögliche Praxis von „Sanctuary Cities“

"Sanctuary Cities" nennen sich in den USA und Kanada Städte, die sich weigern, an der Abschiebungspolitik des Bundesstaates mitzuwirken. In den letzten Monaten erfahren diese Zufluchtsstädte erhöhte Aufmerksamkeit, weil Präsident Trump verkündete, verstärkt undokumentierte Menschen abschieben zu wollen und dazu den rund 300 nordamerikanischen Sanctuary Cities (darunter Städte wie New York und L.A.) den Kampf angesagt hat. Doch das Konzept der "Sanctuary Cities" findet trotz politischem Gegenwind anklang: Angesichts einer zunehmend restriktiveren Anerkennungspraxis von Asylsuchenden und aktueller Verschärfungen in der Bundesabschiebepolitik, mehren sich hierzulande Stimmen, die die betroffenen „Stadt-MitbürgerInnen“ hiervor schützen möchten. Über die Idee aber auch die mögliche Praxis von "Sanctuary Cities" haben wir mit Prof. Dr. habil. Albert Scherr gesprochen.