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Clausnitz- Der Bus, der Mob und das Dorf

Das sächsische Clausnitz ist seit Februar 2016 als Dorf sächsischer Fremdenfeindlichkeit bekannt. Ein Mob hasserfüllter Männer blockierte und belagerte damals einen Bus mit geflüchteten Familien. Über die Aufforderung der Polizei, den Weg freizumachen, konnte der Mob nur lachen. Die Bilder aus Clausnitz zeigen verschreckte, weinende Kinder und Erwachsene, die rabiat von Polizisten aus dem Bus in die Unterkunft für Geflüchtete gezogen werden. Der Mob jolt und grölt dazu "Ab nach Hause!" und "Wir sind das Volk!". Die sächsische Polizei rechtfertigte im Nachhinein das eigene Vorgehen in Clausnitz als verhältnismäßig. Diese nächtlichen Szenen symbolisieren bis heute die hässliche Seite der aktuellen Zuwanderungs-Debatte. Was aber wurde aus den Betroffenen Familien in Clausnitz? Dieser Frage geht der Autor und Journalist Klaus Scherer nach. Gemeinsam mit Nikolas Migut hat er recherchiert, wie es etwa dem Jungen, der damals so rabiat von der Polizei aus dem Bus gezerrt wurde, geht. Daraus ist ein Dorkumentarfilm entstanden. Der nennt sich "Der Bus, der Mob und das Dorf". Der Film läuft am 30. Januar in der ARD. Über die Hintergründe des Films haben wir uns mit Klaus Scherer vom NDR unterhalten.