Der Anschlag von Halle – Antisemitische Ideologie, Memes und die gesellschaftliche Mitte

Seit dem 20. September 2021 findet in Halle unter dem Titel "Der Anschlag von Halle – Antisemitische Ideologie, Memes und die gesellschaftliche Mitte" eine Vortragsreihe statt, die auf RADIO CORAX wiederholt wird. Die Reihe thematisiert die gesellschaftlichen
Bedingungen, die rechte Einstellungen und extrem rechte Gewalt in der Gesellschaft entstehen und weiterhin bestehen lassen.
Der erste Vortrag blickt auf das Gerichtsverfahren gegen den Attentäter von Halle mit Fokus auf die Rolle der Nebenkläger*innen, die kontinuierlich und ausdauernd Kritik an verschiedenen Aspekten des Verfahrens in den Prozess einbrachten. Die weiteren Vorträge beschäf­tigen sich mit den Verschränkungen von Antisemitis­mus und Antifeminismus, mit extrem rechter Meme­ Kultur und untersuchen, inwiefern das Beschwören einer vermeintlich starken ›Mitte‹ und deren Vertrer*innen (k)eine Antwort auf rechten Terror sein kann. Die Buchvorstellung von Erinnern Stören! zeigt schließlich die bedrohlichen Folgen des Mauerfalls und der damit einhergehenden deutsch deutschen Vereinigung für jüdisches und migrantisches Leben in Deutschland auf. Das Urteil, mit dem der Prozess gegen den Attentäter im Dezember 2020 endete, darf kein Schlussstrich für die Auseinandersetzung mit der Tat bedeuten. Um dauerhaft etwas gegen die Gefahren rechter Ideologien und Taten zu tun, ist es notwendig, sich immer wieder mit all ihren Bedingungsfaktoren zu beschäftigen. Dazu soll mit den Vorträgen ein Beitrag geleistet werden.

Nächste Sendetermine der Votragsreihe: 13.10. / 14.10. / 15.10. ab 15:00