Die Seenotretter-Organisation „Jugend rettet“ steht vor Gericht

Es zeichnet sich ja nun schon seit einer Weile immer schärfer ab, dass die Grenzpolitik der EU immer mehr auf eine "Festung Europa" zusteuert: Die Mittelmeerroute soll geschlossen werden, so lautet die Forderung vieler EU-Innenminister. Nun lässt sich das Meer schlecht schließen, gemeint ist also eher die Sicherung von Außengrenzen und die Verweigerung von Hilfe für die Geflüchteten auf dem Mittelmeer. Und ganz in diesem Sinne erscheint auch das Vorgehen gegen NGOs, die auf dem Mittelmeer den Großteil der Seenotrettung übernehmen. Eine dieser Nichtregierungsorganisationen ist Jugend rettet. Deren Rettungsschiff Iuventa ist seit August von Italiens Regierung beschlagnahmt. Gegen die Organisation wurde der Vorwurf der "Begünstigung illegaler Migration" erhoben. Wir haben mit Sascha von Jugend rettet gesprochen.