Ein kollektives Trauma – Über die rassistischen Pogrome in Hoyerswerda 1991

Hoyerswerda 1991. Vom 17. bis zum 21. September belagern Bürger*innen der Stadt das Vertragsarbeiter*innen Wohnheim in der Albert-Schweitzer-Straße. Rassistsiche Parolen, Steinwürfe, Molotov-Cocktails. Bis zu 500 Personen versuchen an diesen Tagen mit aller Kraft die rund 60 im Wohnheim lebenden Personen zu vertreiben. Die Betroffenen sind Vertragsarbeiter*innen aus Algerien, Kuba, Mosambik, Vietnam oder Angola. Nachdem die rassistischen Proteste Donnerstag Abends beginnen löst die Stadt Hoyerswerda den Konflikt am darauffolgenden Montag mit der "Evakuierung" der Betroffenen. Nach unmittelbarer Kündigung der Arbeitsverträge werden fast alle kurzerhand abgeschoben. Ein Blick auf die Stadt Hoyerswerda und die Vorkommnisse im September 1991.