Risse in der Welt. Materialismus, Kapitalismus und Klimawandel

Datum/Zeit
Date(s) - 21.05.19
19:00

Veranstaltungsort
MLU - Melanchtonianum

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Vortrag und Diskussion mit Julian Kuppe (Halle)

Dienstag 21. Mai 2019, 19:00 Uhr, Melanchthonianum, Universitätsplatz Halle

Im Vortrag soll erläutert werden, warum es angesichts des Klimawandels und weiterer ökologischer Problemkomplexe entscheidend ist, von einer materialistischen Sichtweise auszugehen, die Marx und der an ihn anschließenden kritischen Theorie folgt. Ein solcher Materialismus muss zumindest zwei grundlegende Ebenen beinhalten und miteinander verbinden, zum einen die Naturbedingungen menschlicher Existenz, die durch Naturgesetze bestimmt sind und von denen eine absolute Abhängigkeit besteht, und zum anderen die Funktionsweise der kapitalistischen Gesellschaft, die die natürlichen Grundlagen wie auch das Leben der Menschen nur insoweit zur Kenntnis nimmt, als sie der Erzeugung von Mehrwert und der Akkumulation von Kapital dienen. Zugleich muss einem solchen Materialismus aber auch die Einsicht zugrunde liegen, dass menschliche Erkenntnis und Praxis den Naturbedingungen immer unangemessen ist, sie also nie vollständig zu erkennen, zu steuern und zu beherrschen in der Lage sein wird, was zugleich bedeutet, sich von Vorstellungen der Beherrschbarkeit zu verabschieden, die verbunden sind mit der Allmachtsphantasie des männlichen Subjekts als dem Prinzip der Herrschaft.

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises für Kritische Theorie und Psychoanalyse Halle dank Unterstützung durch den AK ALV des Studierendenrates der MLU.

INFORMATIONEN

Datum: 21.05.19
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Addresse: MLU – Melanchtonianum
Universitätsplatz 8-9
Halle (Saale)