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Flucht und Migration aus Togo

Flucht und Migration ist eines der Themen, das die deutsche und europäische Themen in unserer Gegenwart maßgeblich bestimmt und polarisiert. Diejenigen, die diese Debatten betreffen, sind oft vollkommen isoliert. Bei Radio Corax haben wir etwa gestern in den Nachrichten berichtet, dass der Ausbau der Ankerzentren voranschreitet - Zentren also, in denen Geflüchtet von der Außenwelt isoliert sind und in denen sie kaum Zugang zu einer Rechtsberatung oder zu Unterstützungsnetzwerken haben. Zum Glück gibt es Menschen, die gegen Abschiebungen und auch gegen diese Ankerzentren demonstrieren - Menschen, die sich solidarisch mit Geflüchteten zeigen. Dieser Protest ist die eine Sache - die andere Frage ist: was geschieht eigentlich mit Menschen, nachdem sie abgeschoben worden sind? Wie sich Schicksale nach einer solchen Abschiebung entwickeln - das liegt eigentlich vollkommen jenseits jeglicher Öffentlichkeit. Eine Organisation, die genau hierauf den Fokus setzt, nennt sich "Togoische Vereinigung der Abgeschobenen". Diese Vereinigung wurde 2008 in Sokodé, also in der zweitgrößten Stadt Togos gegründet. Gegründet von Menschen, die aus verschiedenen Ländern - etwa aus Deutschland, aus der Schweiz oder aus den Niederlanden - nach Togo abgeschoben worden sind. Aboubakari Razakou ist einer der Koordinatoren dieser Vereinigung. Zur Zeit ist er auf einer Vortragstour durch Deutschland Christina von Radio Corax hat mit ihm telefoniert und ihn nach dem Grund dieser Vortragsreise gefragt.