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Kein Frieden mit der rechten Querfront – Proteste gegen die Montagsmahnwache

Jeden Montag findet in Halle die selbsternannte „Montagsdemo für den Frieden“ statt. Was anfangs vor allem etwas wirr schien, ist inzwischen klar als rechtes Querfront-Projekt zu erkennen. Seit Wochen treffen sich auf dem Riebeckplatz zur Montagsdemo zwischen 100-300 VerschwörungstheoretikerInnen, RassistInnen, AFD-SympathisantInnen, Neonazis der Kameradschaft Brigade Halle und verwirrte friedensbewegte Menschen. In den Reden sind völkisch-nationalistische, rassistische, antisemitische und klassisch rechtsextreme Inhalte Standard geworden. Dabei wird immer wieder gegen Geflüchtete gehetzt und gegen zivilgesellschaftliche Vereine aus Halle, sowie gegen die Bundesregierung und den Oberbürgermeister Wiegand. Dagegen wird wöchentlich lautstark demonstriert. Die Bündnisse NoHalgida und Halle gegen Rechts rufen regelmäßig zu Protesten gegen die antisemitische und rassistische Hetze auf. Die Proteste finden Montags ab 17.30 Uhr auf dem Riebeckplatz in Hör- und Sichtweite der rassistischen Montagsdemo statt. Das Motto für kommenden Dienstag, den 14.12., lautet: “Kein Frieden mit der rechten Querfront! Hass und Nazigewalt stoppen!”. Zur Argumentationsgrundlage und Überzeugungsarbeit hat Radio Corax ein paar Fakten zur Montagsdemo, zusammengestellt von NoHalgida, vertont.   https://www.facebook.com/events/1651151085125183/     Hier der Aufruf von Halle gegen Rechts: Kein Frieden mit der rechten Querfront! Hass und Nazigewalt stoppen! Jeden Montag findet in Halle die selbsternannte „Montagsdemo für den Frieden“ statt. Was anfangs vor allem etwas wirr schien, ist inzwischen klar als rechtes Querfront-Projekt zu erkennen. Beherrschten zu Beginn noch Verschwörungsideologen*innen das Bild, sind völkisch-nationalistische, rassistische, antisemitische und klassisch rechtsextreme Inhalte Standard geworden. Kennzeichnend für die rechte Querfront in Halle und an anderen Orten ist der Versuch, linke Themen und rechte bis rechtsextreme Mobilisierung zu verbinden. So wird die „Montagsdemo“ u.a. von einem ehemaligen Kader des rechts-extremen Netzwerks “Blood & Honour“ organisiert, der die rechte Hetzseite »halle-leaks.de“ betreibt. Ebenso beteiligt ist Kathrin Oertel, die ehemalige Frontfrau der rassistischen und islamfeindlichen Pegida-Bewegung. Ganz offen werden neben Friedensfahnen Schilder mit den Titeln des neu-rechten „Compact“-Magazins gezeigt, wie man sie auch bei Pegida und Legida sieht. Inzwischen fester Bestandteil der Querfront-Demos ist die durch den Verfassungsschutz beobachtete rechts-extreme „Brigade Halle“ und passend dazu verbreitet Stammredner und Mit-Organisator Donatus Schmidt die klassisch-rechtsextreme These von der „Ausrottung“ des deutschen Volkes. Auch wenn sich die Querfront-Demo auf dem Riebeckplatz inzwischen hinter einem großformatigen Banner zu verstecken versucht und ihre Aktiven wie die Mitläufer*innen ganz empört tun, wenn sie auf das Offensichtliche angesprochen werden: das ist keine Friedensbewegung, sondern eine rechte bis rechtsextreme Mobilisierung und von ihr geht eine reale Gefahr aus. Hass und Hetze vergiften das politisch-gesellschaftliche Gespräch und schaffen die Radikalisierung, aus der heraus es zu Übergriffen auf Geflüchtete und andere Menschen kommt. Gleich-zeitig kommt es auch im Rahmen der Querfront-Demos immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen und Angriffsversuchen neonazistischer Gruppen. Dagegen gilt es Widerstand zu leisten! Wo menschenverachtende Ideologien verbreitet werden, wo offen mit Neonazis zusammengearbeitet wird und wo Hass, Hetze und Gewalt zum Programm gehören, wird der Ruf nach Frieden missbraucht und der Rechtsextremismus gefördert. Halle gegen Rechts ruft dazu auf, sich dieser rechten Mobilisierung auch kommenden Montag friedlich und deutlich entgegenzustellen. Es gilt den Zulauf der rechten Querfront zu stoppen! Montag, 14.12. // 17:30 Uhr // Riebeckplatz Halle