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Konfliktreiche Kriegsdienstverweigerung auch in Zeiten ohne Wehrpflicht

Seit mittlerweile fünf Jahren gibt es keine Wehrpflicht mehr in Deutschland. Man könnte annehmen, dass damit auch das Thema Kriegsdienstverweigerung keine Rolle mehr spielt - schließlich gibt es nur noch eine sogenannte Berufsarmee. Doch die Realität sieht anders aus. Auch nach Aussetzung der Wehrpflicht verweigern immer wieder Soldaten und Soldatinnen den Kriegsdienst. Jeden Tag werde ein solcher Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt. Das ergab die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion die Linke im Bundestag. Soldaten und Soldatinnen haben laut Grundgesetz jederzeit das Recht, aus Gewissensgründen den Kriegsdienst an der Waffe zu verweigern - und aus Ihrem Dienstverhältnis in der Bundeswehr auszuscheiden. Bei der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden in Bonn können sie sich dazu beraten lassen. Laut der Arbeitsgemeinschaft habe der Bedarf für solch eine Beratung wieder zugenommen. Wie sich dieser Bedarf entwickelt hat und mit welchen Problemen Soldatinnen und Soldaten mit Austrittswunsch rechnen müssen, darüber sprachen wir mit dem Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft, Herr Wolfgang Burggraf.

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11. August 2016