Petition gegen Tamponsteuer

Anmod: Noch immer ist die Menstruation ein Thema, das in der Gesellschaft ein Tabu ist. In Nepal dürfen viele Frauen während der Periode mit niemandem sprechen. Und in den ländlichen Gebieten Venezuelas werden Frauen während der Periode von ihren Partnern und Familien getrennt und gezwungen in separaten Hütten oder Kuhställen zu schlafen. Auch in Deutschland ist die Periode ein Thema, dass eher verschwiegen und umgangen wird. Aber in den letzten Jahren macht sich ein Wandel sichtbar. Die Menstruation wird öffentlich diskutiert und thematisiert. Unter anderem werden Tampons in Deutschland mit 19 Prozent besteuert, was dem Normal-Steuersatz entspricht. Dabei gibt es zusätzlich die ermäßigte Steuer von 7 Prozent, die für Güter des täglichen Gebrauch notwendig gelten. Das reicht über Lebensmittel wie Eier und Milch bis hin zu Kaviar. Wie kann es dann sein, dass das für Tampons und Binden nicht gilt? Dazu sprachen wir mit Penelope Kemekenidou [Kemekenivu], die eine Petition zur Senkung der Tamponsteuer in Deutschland startete. Abmod: Wir sprachen mit Penelope Kemekenidou, die die Petition zur Senkung der Tamponsteuer in Deutschland ins Leben gerufen hat, über die Menstruation als Tabu-Thema. Mit Hilfe von Medien und sozialer Plattformen erlangt sie an Bedeutung. Kemekenidou fordert, dass Frauen laut werden, um die Tabuisierung der Menstruation abzubauen. Sie wird Mitte April bei 'Jäger und Sammler', einer Online-Serie vom ARD und ZDF Funk zu hören sein, wo sie genau das wieder aufgreift. Das Thema erfährt so wieder einen Aufschwung. Zurzeit wird die Petition umstrukturiert, so dass sie mehr an Aufmerksamkeit bekommt.