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Rechter Backlash in Lateinamerika – Laterinamerikas Linke zerfällt

Seit dem Amtsantritt von Hugo Chavez 1999 war die linke Politik in Lateinamerika auf dem Vormarsch. Bis vor einigen Jahren schien die Linke Lateinamerikas in vielen Ländern gefestigt. Zum Beispiel durch den indigenen Präsident Evo Morrales in Bolivien, Präsidentin Michelle Bachelet von der Sozialistischen Partei in Chile oder der ecuadorianische Präsident Rafael Correa. Doch die Kräfteverhältnisse haben sich in den letzten Jahren verschoben. Rechte Kräfte erleben vielerorts ein Comeback. In Argentinien gewann zum Beispiel im vergangenen November der rechte Unternehmer Mauricio Macri die Präsidentschaftswahl. Im Nachbarland Brasilien suspendierte der Nationalkongress im Mai Dilma Rousseff unter fadenscheinigen Gründen. Wie ist der rechte Backlash erklärbar, und gibt es noch linke Perspektiven in Lateinamerika? Diesen Fragen geht der Politikwissenschaftler Ulrich Brand von der Uni Wien in seinem neuen Buch "Lateinamerikas Linke" nach. Wir sprachen mit Ulrich Brand über den Zerfall der lateinamerikanischen Linken und den Gründen dafür.

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12. August 2016