Nachhören

Polizei und Pegida begehen einig den Tag der Deutschen Einheit

Zum Auftakt der zentralen Feierlichkeiten anlässlich des 26. Tags der deutschen Einheit in Dresden am Montag hatte sich die sächsische Landes- wie auch die Bundesregierung eine genaue Choreographie für diese Feierlichkeiten überlegt. Am Mittag zum Gottesdienst in die Frauenkirche, anschließend ein Festakt in der Semperoper mit 1000 Ehrengästen. Aber ungestört blieb der Tag der deutschen Einheit nicht: Hunderte Menschen empfingen die Kanzlerin an der Frauenkirche mit einem Pfeifkonzert und brüllten Parolen wie »Merkel muss weg« und »Volksverräter«. Unter diesen verharmlost ausgedrückten "besorgten Bürgern" waren auch AfD-Anhänger und Pegida-Chef Lutz Bachmann. Der rechte Mob durfte aber, obwohl er nicht angemeldet war, weiterpöbeln. Es seien keine Auswirkungen auf Sicherheitsbereich und Protokoll zu erwarten gewesen, meinte dazu die sächsische Polizei. Dahingegen wurden antifaschistische Proteste kriminialisiert. Die Gruppe Kaltland-Reisen“, eine Gemeinschaft von Antirassist*innen und Antifaschist*innen hat eine Pressemitteilung herausgebracht, in der sie das Verhalten und Entscheiden von sowohl Polizei als auch Versammlungsbehörde in Dresden scharf kritisiert. Wir sprachen heute morgen mit Juni, der am Montag in Dresden war. Er schildert zunächst, wie er den Tag wahrgenommen hat.