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Strategien gegen die deutsch-nationalen Kulturvorstellungen der AfD

Dass die AfD mit 13 Prozent als drittstärkste Kraft in den Bundestag eingezogen ist, hat auch Kultur- und Medienschaffende aufgeschreckt. Kurz nach der Wahl veröffentlichten prominente VertreterInnen aus Kunst und Kultur einen offenen Brief an den Ältestenrat des Bundestages in dem sie fordern, dass der Vorsitz im Kulturausschuss nicht an die AfD gehen dürfe. Der Brief wurde medial kurzzeitig viel diskutiert. Nun steht die Verteilung der Ausschüsse an und der Brief ist fast vergessen. Ein Grund für uns, den Inhalt des Briefes zu analysieren und auf die kulturpolitischen Forderungen der AfD zu blicken. Die AfD legt in mit ihrem Programm ein Kulturkampfkonzept vor, wie es David Begrich nennt. So fordert etwa die AfD in Sachsen-Anhalt, dass die Bühnen des Landes nur noch klassische deutsche Stücke spielen sollen. Die Erzählung einer rein deutschen Leitkultur ist eine, die die AfD zwar nicht erfunden hat, sie aber am deutlichsten einfordert. Wie sollten Kultuschaffende darauf reagieren? Dazu sprachen wir mit David Begrich vom Miteinander e.V. aus Sachsen-Anhalt, mit Matthias Brenner, dem Intendanten des Neuen Theaters in Halle und mit Ulrich Khuon, dem Intendanten des Deutschen Theaters in Berlin der den offenen Brief mitgezeichnet hat.