Umgänge mit transfeindlicher Gewalt

Trans- und queerfeindliche Gewalt hat in den letzten Jahren sowohl weltweit als auch in Deutschland spürbar zugenommen. So gab es im Jahr 2022 kaum einen Christopher Street Day in Deutschland, bei dem es nicht zu irgendeiner Form von Übergriffen kam - auch in vermeintlich sicheren Städten. Trauriger Höhepunkt war ein tödlicher Angriff auf den trans Mann Malte beim CSD in Münster.

Wie kann die queere Community mit diesen Entwicklungen umgehen? Wie kann man sich organisieren und unterstützen? Was muss geschehen, um ein Sicherheitsgefühl wiederherzustellen, oder überhaupt erst zu schaffen? Mit welchen Perspektiven lässt sich in die Zukunft blicken? Das sind Fragen, die uns beschäftigen.

Anlässlich des Trans Day Of Remembrance, der jährlich am 20. November stattfindet, sprachen wir daher mit Mika. Mika ist nichtbinär transmaskulin, kommt aus dem Ruhrgebiet und hat den CSD in Münster sowie dessen Nachwirkungen vor Ort miterlebt. In dem Interview geht es um Mikas persönliche Empfindungen rund um das Geschehen, um anschließende Selbstorganisation, und um Empowerment für die Zukunft.

Symbolbild. Foto von: Howard Stanbury