Unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit: Rechte Provokationen und Übergriffe auf der Frankfurter Buchmesse

Am Wochenende kam es auf der Frankfurter Buchmesse zu mehreren Übergriffen und Provokationen von Rechten gegenüber Besucher*innen der Buchmesse. An dem Stand des neurechten Antaios Verlag aus Sachsen-Anhalt kam es am Samstag auch zu einem Tumult. Als dort das rechtsnationale Buch "Mit Linken leben" vorgestellt wurde, demonstrierte eine Gruppe von Besucher*innen vor dem Stand gegen die rechten Inhalte des Verlags und gegen jene, die zur Buchvorstellung gekommen waren, wie etwa der AfD-Chef von Thüringen Björn Höcke sowie mehrere Mitglieder der neurechten Identitären Bewegung. Es kam zu einem Tumult. Mitglieder der Identitären Bewegung wurden laut und handgreiflich gegenüber den Demonstrierenden. Es kam zu einem Übergriff auf den Politiker Nico Wehnemann, der sich dem Protest gegen den Verlag angeschlossen hatte. Wehnemann sitzt für "Die Partei" in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung. Nach dem Angriff verhängte die Leitung der Buchmesse ein Hausverbot gegen die angegriffenen Demonstrierenden. Dafür erhielt die Leitung der Buchmesse viel Kritik. Kritisiert wurde auch, dass ein neurechter Verlag wie der Antaios zur Buchmesse eingeladen wurde. Was genau geschehen ist, darüber sprachen wir mit Nico Wehnemann selbst. Zunächst fasst er die Geschehnisse von Samstag auf der Buchmesse zusammen