Warschauer Punk Pakt – Ausstellung und Veranstaltungen in Leipzig

Mit einer von der naTo in der galerie KUB ausgerichteten Ausstellung mit dem leitmotivischen Titel »Warschauer Punk Pakt« lenkt die Publikationsplattform Zonic jedenfalls den Blick von der DDR-Szene aus auf den größeren Ex-Bruderländer-Kontext, wobei hier Polen, CSSR und Ungarn im Vordergrund stehen, um Gemeinsamkeiten wie Unterschiede im kulturpolitisch oft gar nicht so monolithischen Block zu fokussieren. Einerseits linear, am punk-historischen Zeitstrahl ausgerichtet, die wichtigsten Entwicklungen des Ostblock-Punk und die raren Momente gegenseitiger Wahrnehmung und Kooperation aufzeigend, andererseits collagenhaft, in einer Materialfülle an Texten, Bildern, Videos, Original-Tonträgern und Poster-Artworks aus den Tiefen der Archive.

Gekoppelt ist »Warschauer Punk Pakt« zudem mit der Ausstellung „Wutanfall”, mittels derer die Leipziger Fotografin Christiane Eisler die Veröffentlichung des gleichnamigen Buchs begeht, das extrem erfolgreich per Crowdfunding finanziert wurde, mit quasi-sozialistischer Übererfüllung. Sie begann 1981 noch als Studentin das Umfeld der ersten Leipziger Punkband Wutanfall zu fotografieren, woraus eine einzigartige Langzeit-Dokumentation entstand. Niemand war so nah dran wie sie, de facto embedded im frühen DDR-Punk.

Wir sprachen mit Alex Pehlemann von Zonic über den Warschauer Punk Pakt.