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Warum wir über den Islam nicht reden können

Der Islam wird von den einen beschützt, von anderen dämonisiert und von manchen differenziert betrachtet. Was auffällig ist: er ist dauerhaft Thema. Auch der weltoffene Mensch, kommt bei der Bezeichnung des vermeindlich Anderen oder Fremden nicht ohne ausdrückliche Betonung der Zugehörigkeit zu einer 'anderen Kultur' aus. Etwa zum Islam. So wurde im Arabischen Frühling immer wieder darauf verwiesen, dass es Moslems waren, die da protestiert haben. Bei Protesten in Mitteleuropa hört man hingegen nicht davon, wie viele Christen etwa unter den Protestierenden der Blockupy-Bewegung waren. Wieso ist das so, dass der Islam immer wieder Thema ist, andere Religionen aber nicht? Und was hat unser Kulturbegriff damit zu tun? Darüber sprach Stella mit Sama Maani. Er ist Psychoanalytiker, lebt in Wien und ist Autor des Buches „Respektverweigerung: Warum wir fremde Kulturen nicht respektieren sollten. Und die eigene auch nicht“.