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Wehrhafte Poesie und das Festival jüdischer Literaturen

Wenn die Sprache verroht, der politische Diskurs nach rechts rückt und sich die Grenzen des Sagbaren verschieben, dann ist es Zeit für eine Positionierung - auch in der Literatur. "Wehrhafte Poesie" unter diesem Titel fand in der vergangenen Woche eine Lesung- und Diskussion in der Berliner Buchhandlung Ocelot statt. Dazu eingeladen war unter anderem der jüdische Autor Max Czollek mit seinem Gedichtband "Grenzwerte". Veranstaltet wurde die Lesung unter anderem von Jo Frank, Verleger und Geschäftsführer des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerkes in Berlin. Das Eles Studienwerk setzt sich für die Förderung jüdischer Kunst und Kultur ein und veranstaltet vom 3.-5. Dezember in Berlin das Festival "Verquere Verortungen. Festival Jüdischer Literaturen". 30 Autoren und Autorinnen und Künstler und Künstlerinnen werden an dem dreitägigen Festival teilnehmen. Darunter Eva Menasse, Dani Levy, Max Czollek und viele mehr. Es wird um Fragen wie der eigenen Verortung als jüdische AutorIn in den kulturellen und politischen Debatten der Gegenwart gehen. Auch über wehrhafte Poesie soll gesprochen werden.

Radio Corax sprach mit Jo Frank vom Eles Studienwerk und dem Verlagshaus Berlin über beide Veranstaltungen.