Multiple Krisen greifen mit zunehmender Geschwindigkeit um sich, und die Welt, wie wir sie kennen, scheint zuende zu gehen – und was kommt dann?
Jenseits von Patriarchat, Kapital und Staatsmacht entstehen schon immer andere Realitäten – selbstverwaltet, mehr oder weniger fern von Markt und Staat – mit einer klaren Orientierung: Es geht nicht um Geldvermehrung für den Profit, sondern um Wohnraum, gute Arbeitsplätze und nützliche Produkte und Leistungen.
Wer die eigenen Lebensbedürfnisse gemeinsam mit anderen selbst erfüllt, hat ein Interesse daran, die eigenen Lebensgrundlagen zu erhalten, statt sie zu vernutzen, wie es die Ausbeutungsökonomie tut. Gegen Konkurrenz und Angriffe von Markt und Staat ist es hilfreich, sich mit anderen zu vernetzen.
Nach einigen Beispielen geht es im Vortrag um konkrete Anregungen für die Gründung selbstverwalteter Betriebe und Projekte. Fragen rund um Rechtsformen und Finanzierung sind wichtig, aber das wichigste sind die Beteiligten selbst. Denn ein wesentlicher Faktor für das Gelingen wirtschaftlicher Alternativen ist das Miteinander.
Elisabeth Voss hat ihr „Praxishandbuch Selbstverwaltung – Rechtsformen und Finanzierung für die Gründung von Kollektivbetrieben und Hausprojekten“ denen gewidmet, „die schon heute an Keimformen des Morgen bauen“.