Programm

Buchfink

Selbst Gelesenes

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Die Anfänge (2006)

Buchfink begann als eine Art Experiment mit den Radio Revolten 1.0 im Jahr 2006. Damals saßen Nils und Georg hinter den Mikrofonen, das Mischpult noch unsicher vor sich und die Stimmen zittrig. Sie gestalteten nach ihren eigenen Vorlieben und deswegen euphorisch die Sendung die ihre Sendung sein sollte und wollten – so die paradoxe Vorstellung – eines Tages gar nicht mehr selbst von nöten, was meint: hörbar sein. Denn: die Sendung sollte zu 100% – so die definierte ideale Zielstellung des Vorhaben – von den Zuhörenden selbst gestaltet werden, die dadurch nicht mehr Zuhörende sondern Sendungsmachende werden sollten. Wer jetzt an Kommunikationsmodelle wie etwa das von Bert Brecht denkt liegt nicht ganz falsch. Das Modell was Anwendung finden sollte ist auch bekannt als Call-In-Sendung.
Nach dem experimentellen Sendefenster an einem Sonntagmorgen im Sommer 2006, der ersten Buchfinksendung auf Corax, gingen die folgenden Sendungen nach erfolgreichem Antrag im Plenum zwei Mal in der Woche mit dem Mitternachtsgong auf Sendung. Damit wurden wir (meines Wissens nach) die erste Sendung bei Radio Corax, welche nach Mitternacht regelmäßig eine Stunde on Air zu hören war (Montag zu Dienstag und Donnerstag zu Freitag). Es war und ist bis heute nicht die beste Einschalt- und Sendezeit für eine Call-In-Sendung. Oder woran lag es, dass viel zu selten Menschen anriefen? Wer die ersten Sendungen von Buchfink noch im Ohr hat oder nach lauscht hört, wie anfangs unermüdlich, teilweise fehlerhaft und doch immer wieder die Telefonnummer von Radio Corax genannt wird. In einigen Sendung dutzendfach und mit Hilfe eigens dafür gebauter Jingle. Weil jedoch Schlafdefizit und Studium nicht so recht harmonierten und die Umsetzung des angedachten Konzept der 100% Hörerherrschaft sich nicht einstellte, gab es nach kurzer Zeit nur noch eine statt zwei live Sendung in der Woche – Montag zu Dienstag. Das Konzept der Sendung blieb das gleiche.

Im Forum von Radio Corax wurden Hörende und Unbeteiligte eingeladen ihre Meinung zur Sendung zu äußern und Anregungen zu geben.
Eine Diskussion damals verlief wie folgt:

04.02.2008, 15:52
Beitrag #1
    Buchfink 1
Nachdem die alte feedback-Funktion leider nicht mehr zu benutzen ist (geschlossen – ich frag mich warum ) nun für Euch eine weitere Möglichkeit an der Sendung (per forum) teilzunehmen. Wir sind jetzt über ein Jahr aktiv und haben langsam aber sicher das Gefühl, dass die Sache nicht so ins Rollen kommt wie sie sollte. Es sind leider wir die die Sendung bestreiten & damit auch wir auf der sich der Hörerfokus richtet. Wir stehen in der Kritik und müssen uns an den Anforderungen der Hörer messen, obwohl dies nicht Ziel der Sendung war. Wir wollten eine Plattform bieten, auf der Mann/Frau sich interaktiv beteiligen kann. Es ist interessant sich 10 oder 15 Sendungen mit den literarischen Vorlieben der Sendungsmacher zu befassen, aber wir und auch die Hörer laufen sich schnell in den Tod/ die Langweile. Nun kann man eine Diskussion beginnen weshalb die Beteiligung so gering bleibt: die Uhrzeit, das Konzept, der Inhalt nicht ok. Auf jeden Fall kann und soll es nicht so bleiben wie bisher. Wir sind daran interessiert wie man das Konzept verändern könnte, was ihr bisher vermisst oder ob ihr zufrieden damit seid, wie es bisher lief/läuft. Auch hier wieder eine Bemerkung zum Schluss: wir können uns nicht nach allen Seiten zerreißen und werden Eure Hinweise (hoffentlich konstruktiv) auswerten. Vielen Dank im Voraus! Buchfink1

04.02.2008, 18:45
Beitrag #2
    tmk
hallo buchfink 1 und 2. ich hab noch ein langes, englisches gedicht im kopf dass ich bei euch präsentieren wollte.

05.02.2008, 00:53
Beitrag #3
    Sweet Life
Ich glaube ihr müst ein Misch Masch machen zwischen vorproduziert und Live MACHEN! Das Alles kann ja mit Einbeziehung von Hörern geeschen :::

05.02.2008, 01:39
Beitrag #4
    tmk
ich denke auch nicht, dass es zu spät läuft, das ist genau die richtige zeit um vom kuschelsofa aufzustehen, sich ein neues bier zu holen und dabei noch das notizbuch mit den texten zu grapschen und einfach mal anrufen.
ihr solltet vielleicht postkarten drucken mit name, ziel und anliegen der sendung, ich denke es würden noch mehr leute anrufen wenn sie nur davon wüßten…

05.02.2008, 17:08
Beitrag #5
    Markus
Für mich isses zu spät. Ich denke das geht vielen, die dienstags arbeiten müssen so. Da wäre dann die Idee mit dem Vorproduzieren gar nicht schlecht. Man könnte ja auf den Anrufbeantworter sprechen/lesen. Das gibt bestimmt ein nettes Klangerlebnis.

05.02.2008, 20:55
Beitrag #6
    lea legrand
hmm. wäre doch eh irgendwie ne gute sache, wenn mein bei corax irgendwie sound-dateien hochladen könnte … zu hause mit dem mikro am laptop aufgenommen, als mp3 an euch geschickt – per mail oder auf ner blog-seite, und – schubs- in die sendung eingefügt. okay, telefonieren ist einfacher, aber vielleicht hat nicht jeder die muße live das zeug vorzutragen.

ich bin ja keine literarisch begabte und interssierte, und erst recht kein technix-ass, aber wär doch ne nette idee, oder?
was sagen die technikerinnen unter euch?

05.02.2008, 20:57
Beitrag #7
    lea legrand
aber postkarten layoute ich euch auch gerne Wink

05.02.2008, 21:41
Beitrag #8
    Sweet Life
Postkarten kosten Geld und Corax hat wenig davon …

06.02.2008, 16:28
Beitrag #9
    tmk
der gedanke mit dem selbst vorproduzieren ist gut. es muss eben mit dem sendungsmacher abgesprochen sein, dass da evtl. übers netz noch audio reinkommt…

11.02.2008, 02:40
Beitrag #10
    Ralf
Ich finde den radikalen Ansatz der Sendung und die Uhrzeit gut. Hab nur den Eindruck, dass die Macher sich ganz schoen toll finden so…
Das turnt manchmal ein bisschen ab.
Mehr externe Werbung, muss ja nichts kosten und ein bisschen Zuruecknehmen wuerde vielleicht schon genau dazu fuehren, dass Leute anrufen. also Live faend ich jedenfalls besser als vorproduziertes. Wobei die Lea-Upload-Idee auch gut ist. Hm

11.02.2008, 14:21
Beitrag #11
    lea legrand
tip1: mal lignas music box von FSK anhören (entweder per live stream, am 03.03.2008 – 20:00 uhr oder am 17.03. – 20:00, oder mal auf freie-radios.net suchen
tip2: ich versuche eh gerade strategien zu entwickeln wie man radio corax und seine eigenschaften wie Zugangsoffenhet, Experimente, Gegenöffentlichkeit, Vielfalt… vermitteln kann, also durch print-zeugs, aber auch durch aktionen (im stadtraum) oder durch weitere veränderungen an der website (aber da bräuchte ich technisch-versierte Leute, ich kann nur gestalterisch entwerfen und konzipieren, nicht programmieren)
zumindest könnte man dafür eure Sendung und eure Problemchen zum Anlass nehmen, oder Ausgangspunkt…

Hat das alles was in der Sendungsbeschreibung zu suchen? Vielleicht nicht. Zeigt indes inwiefern wir das Sendungskonzept der Sendung Buchfink selbst zur Diskussion gestellt haben und damit Anregungen gesucht und gegeben haben, dadurch auch Zugänge zu Radio Corax neu zu überdenken. Und es ist ein Teil dessen, was die Diversität der verschiedenen Buchfinksendung heute ausmacht – inklusive dem postulierten Scheitern, wozu wir nachher gleich kommen.

Die unermüdlichen Buchfinkjahre (von 2007 bis 2011)

Jeden Montag aufs neue machten sich die beiden Sendungsmachenden oder nur einer von beiden – selten keiner – auf den Weg ins Studio von Radio Corax. Ehrlicherweise sollte eingestanden werden: nicht immer hervorragend vorbereitet. Nicht immer entspannt. Nicht immer freudig. Doch es wurde am Sendungskonzept festgehalten wie ehedem – das Ziel blieb, dass die eigentliche Sendungsgestaltung die Zuhörenden selbst übernehmen, dass die Hörer ihren Raum einnehmen sollten. Dieser zeitliche Senderaum wurde strukturiert, in der Hoffnung dadurch mehr Input zu erhalten. Drei Rubriken wurden aus der Taufe gehoben, welche der Sendung eine minimale Konstante geben sollten und die Zuhörer und Zuhörerinnen explizit dazu eingeladen, diese zu beleben – Heimat, Jubiläum und Gedicht für die Woche. Doch auch hier blieben die Sendungsmachenden zu oft auf sich gestellt. Meist. Es gab eine Reihe von Anruferinnen und Anrufern, darunter auch regelmäßige ZuhörerInnen (wie oft wir uns gegenseitig witzelnd vorhielten, wir würden uns eine “Stammhörerschaft” herbeihalluzinieren, um uns zu motivieren, will ich gar nicht weiter ausführen). Ein großes Dankeschön an alle damaligen nächtlichen Anrufenden – diese besonderen Beiträge wurden meist zum Jahresende in den Weihnachts- und Silvestersendungen von Buchfink erneut hörbar gemacht! Wir machten jedenfalls weiter, wie auch die Zeit unermüdlich voranschritt, wie auch unser Studium.
In das Kapitel unermüdliche Buchfinkjahre gäbe es sicher noch einige Passagen einzufügen. Das Sendungsarchiv von Radio Corax hält dafür möglicherweise noch einige Geschichten bereit.

Die neue Zeit I (ab 2011, mit alter Besetzung)

War es im Jahr 2011? Auf jeden Fall gab es für die Sendung Buchfink und damit auch für die Sendungsmacher eine große Veränderung – statt des mitternächtlichen Sendeplatzes begannen Nils und Georg nun mit der Sendung am Freitagabend, 20.00 Uhr. Die Hoffnung, nun unser Sendekonzept verwirklichen zu können und endlich den Hörenden die Sendung zu 100% überlassen zu können war schwach geworden. Doch eine neue Hoffnung bewegte uns endlich nur noch Knöpfe drücken zu können. Es sollten Anrufe mit Menschen welche Gedichte, Geschichte und Artikel vortragen wollten eine bunte Mischung die wir niemals abzubilden in der Lage waren. Bald würden wir die Sendung nicht mehr gestalten, sich selbst überlassen können. Wir erwarteten den Zusammenbruch der Telefonanlage bei Radio Corax, welche die Last der Anrufe nicht mehr zu tragen vermochte. Vergeblich. Buchfink beendete zwar die Ära der nächtlichen Sendungen, jedoch nicht der vergeblichen Anrufaufforderungen. Noch immer waren wir es, die Romanauszüge und Kurzgeschichten, Gedichte, Kochrezepte und Bauanleitungen, Zeitungsartikel und Behördenbriefe vorlasen, die Sendung moderierten, herumalberten und frötzelten. Wir(?, zumindest ich) fragte(n) uns, ob wir nicht das, was wir machten zu gut war um unterbrochen zu werden. Ob nicht die Hörerschaft gar kein Bedürfnis danach hatte, das, was wir fabrizierten durch etwas eigenes abzulösen. Vielleicht sollten wir schlechter werden? Vielleicht so schlecht, dass es nicht mehr zum Aushalten wäre?

Radio bleibt Radio. Und unsere Frequenz war und ist die 95.9 – doch das Frequenzmodulierte Band hält und hielt noch mehr Sender bereit. Das war uns bewusst. Jedoch sollten ausschalten oder umschalten gar keine Optionen sein, sondern einzig ein Anruf. Weil das, was wir machten, wenigstens so gut oder so schlecht war wie das was alle Anderen konnten. Sein sollte. Wir wollten nicht, das “starke Stimmen” lesen. Wir setzten nicht auf Perfektion sondern auf den Prozess, dessen Mitgestaltung gerade wegen dessen Inperfektion besonders einladend sein solle. Die Hürde sollte niedrig Hängen – das konnte verständlicherweise nicht allen gefallen. Gefiel manchmal auch uns selbst nicht. Teilweise ließen wir unsere auftretende Unlust bewusst heraus hängen, was auch den Hörern nicht verborgen blieb:

05.10.2012, 21:39
Beitrag #1
    bert
Sad Buchfink 5.10.12 auf BA Niveau

Hallo Buchfinken!
Das Konzept der Sendung ist ganz prima, aber was ihr heute so daraus gemacht habt… Der eine Moderator, ich vermute 18 Jahre jung, 1. Semester Literaturwissenschaft?, verdirbt die Sendung mit den schnodrigen Kommentaren zu durchaus guter Literatur.
Wenn ihm das zu hoch ist, wie wäre es, einfacherhalber die BILD vorzulesen?
Und die Krönung von allem: er diskutierte tatsächlich, ob es erlaubt ist, ein Buch aus der DDR vorzulesen. Da braucht es ja keine fremde Gedankenpolizei mehr… Kautzky hat er auch nicht kapiert.

Und außerdem: bitte macht doch wenigstens den französisch und englisch Unicert I a Kurs ! (Was durchaus allen Moderatoren gut täte)

Grüße,
euer treuer Bert!

10.10.2012, 14:00
Beitrag #2
    Buchfink 1
Hallo Bert!

Vielen Dank dass Du Dir die Mühe machst und eine Umfrage zu Buchfink startest. Dir scheint die Sendung also wirklich am Herzen zu liegen, dass freut mich sehr. Ich hab soeben die erste Stimme abgegeben – und damit 100% erreicht bei der Antwort: nicht mehr in Form / auf der Höhe. War sie denn jemals in der Höhe? Nicht ohne Grund sprechen wir immer wieder von einer Tiefbaustelle.

    Zitat:
    Der eine Moderator, ich vermute 18 Jahre jung, 1. Semester Literaturwissenschaft?,? verdirbt die Sendung mit den schnodrigen Kommentaren zu durchaus guter Literatur.

Damit meinst Du sicherlich mich. Ich hab leider noch viel weniger Qualifikation als 1. Semester Liwi (die Blöd-Zeitung mag ich trotz dessen nicht verlesen, wie Du vorschlugst).

    Zitat:
    er diskutierte tatsächlich, ob es erlaubt ist, ein Buch aus der DDR vorzulesen.

Tatsächlich? Vielleicht ein Missverständnis in deiner Wahrnehmung. Kann mir dies beim besten Willen und Erinnern nicht mehr vorstellen/rekapitulieren dass es so einen Moment gab (wir lesen doch den größten Scheiß, von der Antike bis zum Blogeintrag). Werd mir den Mitschnitt diesbezüglich nochmals anhören müssen. Falls es so einen Moment gab, ist es gerechtfertigt von Dir von Gedankenpolizei zu sprechen.

Deiner Kritik entnehme ich nun: wir sollten uns nicht mehr an ein Mikrofon wagen, solange wir nicht vernünftig sprechen können und bevor wir nicht ein erfolgreiches Literaturstudium absolviert haben bzw. dürfen wir auch nicht unsere Abneigung bzw. Befindlichkeiten äußern. Du wünschst Dir (so mein Eindruck) eine starke Stimme die fehlerfrei (Unicert I hab ich weder in französisch noch englisch) starke Texte liest und nicht so Diletattanten wie ich/wir es sind.
Vielleicht findest Du das wonach Du suchst woanders (irgendwo in den Weiten des Internet oder UKW) oder kommst mal selbst zu uns hinunter, von deinem MA-Niveau (wenn Du Dich zu uns herablassen magst) um die Sendung zu heben.
Wir betreten das Studio in letzter Zeit vermehrt nur noch mit Bauhelm auf und Lethargie im Kopf. Dass Buchfink nicht in Form/auf der Höhe ist steht also außer Frage, denn das wird die Sendung erst wenn nicht mehr wir (inkompetenten Macher), sondern nur noch die anrufenden Leser (wie Du einer bist) zu hören sind.

Grüße an Dich zurück, treuer Bert!

Doch ehrlich: was ist leichter: Radio ausschalten, umschalten oder ein Telefon nehmen, eine Nummer wählen und dann selbst was machen (was vielleicht genau so schlecht oder schlechter oder besser ist, wie das was gerade läuft? Wer urteilt da eigentlich drüber? – jeder für sich?)?

Die neue Zeit II (ab 2013, mit neuer Besetzung)

Privatleben und Ehrenamt sollten harmonieren. Tun sie es nicht, dann gilt es etwas zu überdenken.
Nachdem der eine Buchfink bereits seit Jahren nicht mehr in Halle wohnte und der andere sein Studium beendet und Halle zu verlassen drohte, galt es zu überdenken wie mit der Sendung umzugehen ist – auch in Planung einer längeren Abwesenheit und damit verbundenen Moderationsunmöglichkeit. Pragmatismus statt Idealismus war gefragt.
Kurzerhand wurde Emil gefragt (der bereits in einer der ersten Sendungen von Buchfink im Jahr 2007 aufgetaucht war und sich beteiligt hatte), ob er aller zwei Wochen Lust hätte die Sendung zu gestalten. Er war begeistert und nahm das Angebot sofort an und begann mit seinem Buchfink. Vielleicht war er von einer Euphorie beseelt ähnlich der unseren damals. Jedenfalls gab es einen Moment, in welchem er als frischer Buchfinksendungsmacher den Anruf eines alten Buchfinksendungsmachenden in seiner Buchfink-Sendung nicht on-Air nehmen wollte, statt dessen um einen Anruf in einer der folgenden seiner Sendungen bat. Enttäuscht darüber wurde folgender Eintrag im Forum von Radio Corax hinterlassen:

22.03.13 22:56
Buchfink died
wollte grad bei buchfink anrufen & einen text vorlesen.
einen liedtext.
danach das lied abspielen.

dies wurde vom sendungsmachenden leider als nicht durchführbar erklärt. text ja, lied nicht. darüber hinaus seien musikwünsche nicht teil der sendung. selbst wenn ich es von zu hause aus abspielen wöllte sei dies nicht möglich, da die qualität zu schlecht sei. er wollte einen neuen termin mit mir ausmachen wann ich wieder anrufen sollte.

damit erklärte ich mich nicht einverstanden – jetzt oder nie.

naja. hoffentlich hat die sendung ihre qualität behalten ohne meinen beitrag. wäre vermutlich wirklich schrecklich gewesen – mono-telefon-quali für die stereo-highend-quality-verwöhnten corax hörerinnen und die hörer. oder so.

how far is this gone.
the buchfink-idea-has-failed.
died in this moment. was never alive.
who knows? the listeners. but who cares the listeners…

Es gab eine Reihe von weiteren Gründen, Buchfink fortan nicht mehr live zu produzieren. Der gealterte und verbliebene Buchfink erklärte (oder erkannte?) das Scheitern des ursprüngliche Sendekonzept. Wieviele Jahre hatte es bis zu dieser Erkenntnis gedauert? Sieben? Vielleicht war eine Transformation nach all den Jahren auch unabdingbar. Es bieten sich in der Produktion andere Möglichkeiten als in einer Live-Sendung. Verabschiedet wurde sich mehr und mehr von den ursprünglichen Zielstellungen: statt eines einzigen Musikstück bestehen einige vorproduzierte Sendungen heute zu großen Teilen aus Musik. Statt verschiedener kurzer Texte gibt es manchmal auch einen längeren Text zu hören. Teilweise gleiche die vorproduzierten Sendungen einem Hörstück.

Seit 2013 – gab und gibt es bis heute einen zweiwöchentlichen Rhythmus – eine Woche ist am Freitag Abend Emil live zu hören, die folgende Woche wird in der Sendung des unter dem Kürzel t3k04 produzierenden mehr oder weniger Inhalt präsentiert.
Zwei Menschen mit zwei verschiedenen herangehensweisen, Inhalten, Sprechweisen und Sendungskonzepten – unter dem selben Sendungsnamen. Buchfink, wie der gleichnamige Vogel, der als Namensgeber dieser Radiosendung darin auch ab und an zu vernehmen ist.

immer freitags 20 Uhr (Wdh. montags 11 Uhr)

Buchfinken Website

 

SENDUNGSART

Arts

LAUFZEIT

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