„Der Halle-Prozess“ – Veranstaltung im Rahmen der Bildungswochen gegen Rassismus

Am 9. Oktober 2019, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, greift ein rechtsextremer Terrorist erst die Synagoge in Halle an, dann den nahegelegenen Kiez-Döner. Im Laufe seines Anschlags ermordet er zwei Menschen und reißt viele weitere in Halle und Wiedersdorf (Sachsen-Anhalt) für immer aus ihrem vertrauten Leben. Ein zweiteiliges, bei Spector Books in Leipzig erschienenes Publikationsprojekt dokumentiert detailliert den Gerichtsprozess und eröffnet einem interessierten, zivilgesellschaftlichen Publikum Hintergründe und Perspektiven.

Im Rahmen der Bildungswochen gegen Rassismus stellen die Herausgeber:innen beide Bände im Literaturhaus (Der Halle-Prozess: Die Mitschriften, Der Halle-Prozess, Hintergründe und Perspektiven) vor. Anschließend wird es zwei Impulsvorträge mit offener Diskussionsrunden zu folgenden Themen geben:

Wie zeigte sich der strukturelle Rassismus deutscher Behörden am Tattag in Halle?

Welche Kontinuitäten unzureichender Rechtssprechung gegen rechte Gewalttäter in Sachsen-Anhalt zeigen sich im Urteil gegen den Attentäter von Halle?

Eine Veranstaltung der BURG Giebichenstein Kunsthochschule Halle in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und dem Miteinander e.V.