IM BERG – Franz Fühmann *Premiere*

Das freie ensemble p&s geht in die Tiefe.

In toten Worten graben. Nach der Wahrheit schürfen. In der Tiefe.

Franz Fühmann ist ein Held der Arbeit. Ein Tiefschürfender. Mit seinem Fragment „Im Berg“, dem „Bericht eines Scheiterns“, geben wir dem Kosmos von Franz Fühmann Raum.

Was bedeutet es zu scheitern, wer entscheidet, wann wir gescheitert sind? Und warum wir scheitern können. Und was uns einsam sein lässt. Und warum wir in den Berg wollen.

Wir stellen uns Fühmann als Person, Fühmann der immer Schreibende. Wir setzen uns mit den romantischen Motiven in seinem Text auseinander, mit den Absichten und dem Antrieb, die ihn zu der Arbeit an IM BERG bewegt haben. Die eigenen musikalischen, performativen und textlichen Impulse des Ensembles zu Fühmann und seinem Werk eröffnen unterschiedliche Welten, die Einblicke gewähren in unsere Zweifel und Gewissheiten und Franz Fühmanns Schürfen und Schreiben.

Wir schaffen einen Theaterabend, wie ein Denkmal. Und arbeiten uns daran ab, wie es gelingt das Eigene in Frage zu stellen. Und wie daraus das Eigene, das Unverfälschte entsteht.

Ohne Glauben.
Ohne Ideologie.

Und warum wir so hoffen, dass Franz Fühmann gelesen wird. Und was dies mit uns allen macht.

Viele Fragen im Zettelkasten und an der Wand, eine Antwort lugt hervor: „Das erste Mal habe ich Fühmann als Zwanzigjähriger gelesen und war sofort gefangen. Eine direkte Sprache. Kein Wort zu viel. Eine Knappheit. Und irgendwie auch der Schatten von über Zeiten hinweg denken. Aus dem Gestern ins Heute. Aus dem Scheitern ins Versuchen. Neu versuchen und wieder scheitern. Diese vehemente Form von Lebensweise Infragestellen, von Wahrheitssuche ist wohl immer auf das Neue zu bestaunen. Und gerade heute eine Renaissance der Auseinandersetzung notwendig. Mit Franz Fühmann, mit seinem Werk.“

(Tom Wolter)

◼️ Premiere: Fr, 13.01.2023 | 20:30 Uhr
Zuvor eröffnet die Ausstellung „Mansfelder Geschrey“ von Thomas Jeschner im 19:30 Uhr:
Videoinstallation mit Interviewsequenzen ehemaliger Bergleute des Mansfelder Reviers von Thomas Jeschner.

Sa, 14.01. – 20:30 Uhr
Mi, 18.01. – 20:30 Uhr
Fr, 20.01. – 20:30 Uhr
Sa, 21.01. – 20:30 Uhr
So, 22.01. – 18:00 Uhr
+
Do, 23.02. – 20:30 Uhr
Fr, 24.02. – 20:30 Uhr
Sa, 25.02. – 20:30 Uhr

◼️ 10€ / 17€ / Soli-Ticket 25 €
◼️ www.wuk-theater.de/karten
Freie Preiswahl