Stolpersteine – Filme gegen das Vergessen

Präsentation und Gespräch als Live-Stream aus dem Stadtmuseum

Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 77. Mal. Dieser Tag ist dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gewidmet.

„Stolpersteine – Filme gegen das Vergessen“ machen auf persönliche Schicksale vor unserer Haustür aufmerksam. Studierende des Masterstudiengangs Multimedia und Autorschaft der MLU Halle suchten die Gesichter und Geschichten hinter den Namen auf den Stolpersteinen. Entstanden sind berührende Kurzfilme zwischen 9 und 15 min Länge, zusammengefügt aus Originaldokumenten, Interviews und Gegenwartsaufnahmen, zum Teil ergänzt durch Trickfilmelemente. Fünf Filme stellen die Studierenden vor. Einer davon zeichnet den Lebensweg von Bella Feuchtwanger nach, die als Redakteurin im halleschen Fünf-Türme-Verlag ihres Bruders Martin Feuchtwanger arbeitete. Anfang der 30er Jahre wohnte sie in der 3. Etage des ehemaligen Café David an der Ecke Geiststraße/Moritzburgring. Ein anderer Film thematisiert das KZ-Außenlager Birkhahn im Stadtteil Frohe Zukunft. Hier waren Zwangsarbeiter für die halleschen Siebelwerke interniert.

Seit 2016 werden die Filme jährlich im Stadtmuseum Halle in Kooperation mit dem Zeitgeschichte(n) e.V. präsentiert. Pandemiebedingt findet die Veranstaltung in kleinem Rahmen vor geladenen Gästen statt, darunter Mitglieder der jüdischen Gemeinde und ihr Vorsitzender Max Privorotzki sowie Frau Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport.

Ab 18 Uhr erfolgt der Livestream über die Website und den Instagramkanal des Stadtmuseums.
www.stadtmuseumhalle.de