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Für eine neue Pflegebemessung – der Bewegungsratschlag

An deutschen Krankenhäusern fehlen Tausende Pflegekräfte. Doch der Markt für Pflegkräfte ist so gut wie leergefegt, denn der Beruf ist nicht mehr attraktiv: schlechte Bezahlung in der Altenpflege und Personalnotstand und Überlastung in allen Pflegebereichen. Die Arbeit in Pflegeberufen ist so belastend, dass sich Pflegekräfte im Durchschnitt schon nach gut acht Jahren nach einem anderen Job umgucken. Dieser Pflegenotstand muss ein Ende haben und dafür braucht es mehr Personal und eine Reform der Pflege- und Krankenhausfinanzierung. Das meinen Bündnisse wie "Mehr Personal im Krankenhaus" und das Bündnis "Krankenhaus statt Fabrik". Seit Jahren protestieren Krankenschwestern und Pfleger gemeinsam mit Verdi für bessere Arbeitsbedingungen - zum Teil mit Erfolg. Wie es mit den Protesten weitergehen kann, gerade vor dem Hintergrund neuer Pflegegesetze von Gesundheitsminister Jens Spahn und aktueller Verhandlungen zur Personalbemessung, damit beschäftigte sich am Wochenende in Berlin ein Bewegungsratschlag. Der wurde von dem Bündnis "Krankenhaus statt Fabrik" ausgerichtet. Zum Vernetzungstreffen kamen Pflegekräfte, kritische Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende, politische Gruppierungen und GewerkschaftsvertreterInnen. Mit dabei war die Krankenschwester Silvia Habekost. Sie engagiert sich im Berliner Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus und war im Gespräch mit Radio Corax.