Geschichtswissenschaft zu Rechtsterrorismus und Staatsschutz seit 1945

Der Mord an Walter Lübcke hat eine Debatte um Rechtsterrorismus ausgelöst, die einmal mehr zeigt, dass es in Politik und Gesellschaft keinen Begriff von Rechtsterrormismus gibt. Von "Der Terror ist zurück" und einem Einzelfall ist die Rede. Ignoriert wird dabei, dass es in der BRD eine lange Geschichte des Rechtsterrorismus gibt, die auch weit vor dem NSU begann und noch wichtiger, ignoriert wird auch, dass rechter Terror aus einem Netzwerk von Neonazis heraus begangen wird. Die Geschichte des Rechtsterrorismus nachzeichnen und die Verkünpfungen zum Staatsschutz analysieren, das hat sich ein Symposium in Stuttgart vorgenommen. Wir sprachen mit dem Organisator und Historiker Imanuel Baumann vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg.

Das Symposium "Rechtsterrorismus und Staatsschutz von 1945 zur Gegenwart" findet am 3. Juli 2019 zwischen 10 bis 16.30 Uhr in Stuttgart im Museum "Hotel Silber" statt.