Zunehmend Hass und Gewalt gegen Journalist*innen

Auf dem Marktplatz in Halle wurde am Samstag auf einer rechten Kundgebung gegen die Maßnahmen zur Einschränkung der Corona-Pandemie ein Reporterteam des ZDF bedrängt. Laut der Polizei sei das ZDF-Kamerateam bei Aufnahmen von Demonstrierenden verbal attackiert worden. Die Journalist*innen mussten unter Polizeischutz vom Markt geführt werden. In den vergangenen Wochen kam es bundesweit vermehrt zu solchen Szenen. Besonders Journalist*innen des ZDF und der ARD waren Ziel der Angriffe. Die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen scheinen die Situation für Journalist*innen weiter zu verschärfen. Medienschaffende fühlen sich zunehmend bedroht, Hass und Gewalt gegen Journalist*innen haben zugenommen - das ist das Ergebnis einer Umfrage des Bielefelder Instituts für Konflikt- und Gewaltforschung in Auftrag des Mediendienst Integration. Betroffene Journalist*innen berichten darin von einer gesunkenen Hemmschwelle für Gewalt gegen Medienschaffende. Die Ergebnisse der vergangene Woche veröffentlichten Studie geben die Situation für das Jahr 2019 wieder. Über die Ergebnisse der Studie sprachen wir mit Yann Rees und Michael Papendick, die beide an der Studie mitgearbeitet haben.

Hier geht es zur Studie "Hass und Angriffe auf Medienschaffende".