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„Iuventa“ – ein eindrücklicher Film über private Seenotrettung

Seit Tagen blockieren Italien und Malta die Schiffe privater Seenotrettungsorganisationen. Über eines der blockierten Schiffe kommt nun ein Film ins Kino. "Iuventa" - benannt nach dem Schiff der deutschen Seenotrettungsorganisation "Jugend rettet". Die Organisation wurde 2016 von jungen Menschen mit dem Vorhaben gegründet, dem Sterben auf dem Mittelmeer ein Ende zu bereiten. Durch Spendengelder konnte ein Schiff gekauft und für die Seenotrettung aufbereitet werden, die Iuventa (deutsch "Jugend"). Innerhalb von zwei Jahren hat die Crew der Iuventa 14 000 Menschen aus Seenot gerettet - bis sie im vergangenen Jahr als erstes der privaten Seenotrettungsschiffe von den italienischen Behörden beschlagnahmt wurde. Der Vorwurf: Beteiligung an illegaler Migration- Eine entsprechende Anklage liegt allerdings nicht vor. Das Schiff wird nach einem Gerichtsbeschluss von April weiterhin blockiert, wie derzeit alle weiteren privaten Seenotrettungsschiffe. Der Film "Iuventa" von dem Regisseur Michele Cinque porträtiert diesen Prozess und gibt Einblick in die Rettungseinsätze von Jugend Rettet. Der Film zeigt eindrücklich, wie notwendig zivilgesellschaftliches Engagement im Mittelmeer ist, nachdem sich staatliche Stellen aus der Seenotrettung zurückgezogen haben. Einer der Protagonisten des Films ist Benedikt Funke. Er war Kapitän auf der Iuventa und ist mittlerweile Crewmitglied der Aquarius von SOS Mediterranee. Wir haben uns mit ihm über den Film und die Zeit auf der Iuventa unterhalten.

Aktueller Kinotermin: 24.7., Halle 18.30 Uhr im Puschkino