Der Lyriker Rainer Maria Rilke ist vor 150 Jahren, am 4. Dezember 1875, in Prag geboren worden. Zeit seines Lebens hat er nicht nur etliche Gedichte verfasst, sondern war umtriebig und pflegte eine Reihe an Bekanntschaften und Freundschaften, von denen heute überlieferte Briefwechsel zeugen. Mit einer dieser Brieffreundschaften hat sich der Journalist und Schriftsteller Hans-Peter Kunisch intensiver auseinandergesetzt. Dabei hat er eine Entdeckung gemacht, die Rilke von einer anderen Seite zeigt als der üblichen gefühlsbetonten und melancholischen: Rilke drückt in einigen Briefen eine Zustimmung zum italienischen Faschisten Mussolini aus. Seine Beobachtungen und Analysen hat Hans-Peter Kunisch in einem Buch festgehalten, das in diesem Sommer im Reclam-Verlag erschienen ist, mit dem Titel: Das Flimmern der Raubtierfelle – Rilke und der Faschismus. Ein Interview mit dem Schriftsteller Hans-Peter Kunisch.
150. Geburtstag von Rainer Maria Rilke