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Alles muss raus!

Berlin - eine Stadt, die einerseits ökonomisch für viele junge Start-Ups und andere Unternehmen attraktiv, andererseits auch Wohnraum von 3.644.826 Menschen ist. Ob Gewerbe- oder Wohn- und Kulturraum, beides muss sich die selbe Stadt teilen. Es ist die Aufgabe der Regierung bzw. der Bezirke, für eine ausgeglichene Koordinierung dessen zu sorgen. Berlin galt lange als sehr mieterfreundlich, doch diese Zeiten sind allmählich vorbei. Günstig ist der Raum für Kultur und zum Leben zunehmend nur noch für Investor*innen. Was daraus resultiert, ist das, was gemeinhin als "Gentrifizierung" bezeichnet wird. Laut der Wirtschaftswoche sind die Mietpreise von Bestandsobjekten pro Quadratmeter von 2013 bis 2018 um 37,9% gestiegen. Nun hat der Verwaltungssenat für Stadtentwicklung einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der einen Stopp der steigenden Mieten bezwecken soll. Am 15. Oktober soll darüber angestimmt werden. Jedoch wäre damit noch lange kein Ende der Verdrängung sozialer Infrastruktur in Sicht. Warum trotz r2g-Koalition auf die Politik bisher wenig Verlass war und was für ein Stimmungsbild in Berlin vorherrscht, haben uns zwei Menschen der Kollektive Potse und Drugstore erzählt, die die Auswirkungen der Gentrifizierung ebenfalls stark zu spüren kriegen.