Das Konzept von Staatsangehörigkeit und Staatsbürgerschaft

Abschiebedebatten sind aktuell im öffentlichen Diskurs, in den Medien und auch in Wahlkämpfen ein sehr präsentes Thema. In Deutschland eignen sich Rechte immer wieder Ereignisse wie den Anschlag in Magdeburg oder auch den Messerangriff in Aschaffenburg für ihre rassistische Hetze gegen Menschen mit Migrationsgeschichte an. Friedrich Merz forderte vor kurzem, straffälligen Doppelstaatlern die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen. Blicken wir in die USA, so unterzeichnete Donald Trump direkt nach seiner Amtseinführung ein Dekret, das vorsieht, das sogenannte Geburtsrecht in den USA abzuschaffen.

Wie das Konzept der Staatsbürgerschaft überhaupt entstanden ist und welche Auswirkungen sie hat, darüber haben wir mit Dr. Johanna Hase gesprochen. Sie hat ihre Dissertation im Rahmen der Projektgruppe „International Citizenship Law“ an der Humboldt Universität zu Berlin verfasst und darin erforscht, wie sich politische Gemeinschaften auf verschiedenen Regierungsebenen durch Gemeinschaftsserzählungen konstruieren, und wie sich diese Erzählungen im Kontext von Migration und Mobilität wandeln.


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Symbolbild Grenze. Foto von Glasseyes view. (CC BY-SA)