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Dessau-Roßlau erinnert an den nationalsozialistischen Völkermord an Sinti und Roma

Laut der letzten aktuellen Statistik gab es im Jahr 2016, 568 antiziganistische Vorfälle. Laut weiteren Erkenntnissen der Studie »Die enthemmte Mitte. Autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland« stimmten außerdem 57,8 Prozent der Befragten der Aussage zu »Ich hätte Probleme damit, wenn sich Sinti und Roma in meiner Gegend aufhalten«. Laut 49,6 Prozent der Befragten sollen »Sinti und Roma aus den Innenstädten verbannt werden«. Die Gründe für den derzeitigen Antiziganismus kann man in vielen Spektren gesellschaftlichen Denkens und Lebens wiederfinden. Neu sind sie allerdings nicht. Einer der Gründe: fehlende historische Aufklärung. Auch innerhalb der jeweiligen Stadtgeschichte. Um dem entgegenzuwirken wurde eine Ausstellung konzipiert, namens "Dessau-Roßlau erinnert an den nationalsozialistischen Völkermord an Sinti und Roma". Diese Wanderausstellung wurde am 25. Januar eröffnet. Wir haben im Vorfeld der Eröffnung mit Jana Müller und Prof. Eve Rosenhaft gesprochen. Jana ist vom Alternativen Jugendzentrum Dessau und hat zusammen mit Eve von der Uni aus Liverpool die Ausstellung konzipiert.