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Die Hip-Hop-Kultur in der DDR

Eine der letzten Jugendkulturen, die sich in der DDR ausbreitete, ist der Hip Hop. Von 1983 bis 1990 existierte eine unübersehbare Szene, die sich mit Breakdance, Rap, Grafitti und dem Auflegen von Platten beschäftigte.

Vor allem der Film Beat Street, der 1985 in ostdeutschen Kinos lief, löste eine Hip-Hop-Verrücktheit bei vielen Jugendlichen aus. Auch die Klamotten aus dem Film wurden mit viel Erfindergeist kopiert. Mütter nähten Trainingsanzüge oder schnitten aus Gardinen dicke Schnürsenkel zusammen.
Der Produzent des Filmes - Harry Belafonte - sagte damals über den Hip-Hop: „Die Hip-Hop-Kultur kommt aus der Bronx, aus den Armenvierteln. Musik und Texte protestierten gegen Unterdrückung, gegen Rassismus und dagegen, dass die Demokratie Amerikas nicht für alle Bürger galt. Darum ging es am Anfang und damit wurde eine große amerikanische Folk-Tradition fortgeführt, die wir als ‚Musik des Volkes‘ bezeichnen."

Marc aus der Redaktion hat sich damit beschäftigt, wie ein Film wie Beat Street überhaupt in den Kinos der DDR laufen konnte und wie eine Kultur wie Hip-Hop überhaupt stattfinden durfte. Zudem führte er Gespräche mit Veranstaltern und Teilnehmern von früheren Hip-Hop Jams.