Gelbe Briefe – Filmrezension und Hintergrund

In der Türkei wurden unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan zwischen 2016 und 2019 über 2.000 Künstler:innen und Akademiker:innen entlassen, die zuvor eine Friedenspetition unterschrieben hatten. Die Kündigungen erfuhren sie in den meisten Fällen durch einen gelben Brief. Auf diesen realen Ereignissen beruht der Film „Sarı Zarflar“ (dt. Gelbe Briefe) von İlker Çatak. Der Film erzählt von einem Künstlerpaar aus der türkischen Theaterszene, welches wegen regierungskritischer Äußerungen seine Arbeit verliert. Der Verlust ihres Arbeitsplatzes bedeutet auch, dass sie in Geldnot geraten. Die beiden organisieren sich mit anderen Betroffenen und leisten Widerstand. Das Drama beschreibt wie dringend notwendig der Widerstand gegen autoritäre Regierungen im eigenen Land und wie schwer er unter der massiven Repression der Staatsgewalt gleichzeitig ist. Die tagesaktuelle Redaktion hat ihn sich angeschaut und bespricht ihn unter der Berücksichtigung des breiteren Kontexts.


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