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„Gewalt. Macht. Widerstand“ – eine Streitschrift über die Mittel zum Zweck

Das Projekt einer emanzipatorischen linken Alternative zum kapitalistischen System ist auch mit der Frage verbunden, wie man ebendieses kapitalistische System überwinden kann. Beim G20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg waren es die Bilder des Protestes, die die öffentliche Wirkung des Treffens bestimmt haben. Militante Aktionsformen spielten dabei eine wichtige Rolle. Waren diese Ereignisse Vorboten eines kommenden Aufstandes oder Strohfeuer einer Revolte, die sich in der bloßen Konfrontation mit der Polizei erschöpft hat? Brennende Barrikaden und Autos, geplünderte Geschäfte sowie eine vorübergehende polizeifreie Zone haben zu unterschiedlichen politischen Bewertungen in der radikalen Linken geführt. Andreas Blechschmidt - einer der Sprecher der Roten Flora - hat die Ereignisse in Hamburg vor 2 Jahren zum Anlass genommen, über Perspektiven linker Politik nachzudenken. Herausgekommen ist ein Buch mit dem Titel: "Gewalt. Macht. Widerstand.: G20 - Streitschrift über die Mittel zum Zweck". Wir haben mit ihm über die Proteste gegen den G20 Gipfel 2017 in Hamburg und über sein Buch gesprochen.

"Gewalt. Macht. Widerstand." ist im Unrast-Verlag erschienen und kostet dort 12,80 Euro.