Kinder von Hoy – über Freiheit, Glück und Terror in Hoyerswerda

Ende August 1955: südlich von Cottbus wird der Grundstein für eine neue sozialistische Wohnstadt gelegt, gleich neben dem sorbischen Dorf Hoyerswerda. Es wurde Platz für die vielen Arbeiter:innen des Gaskombinats „Schwarze Pumpe“ gebraucht. Nach und nach entstanden zehn Wohnkomplexe, Kindergärten und Schulen, Kaufhallen, Gaststätten und ein Planetarium. Schnell wächst die Wohnstadt auf mehrere zehntausend Bewohner:innen an. Die Stadt erlangt 1991 bundesweit durch rassistische Ausschreitungen traurige Berühmtheit. Von dem Leben in der DDR-Musterstadt und von dem Niedergang nach der Wende und der grassierenden rechten Gewalt erzählt das Buch "Kinder von Hoy" von Grit Lemke. Die Autorin ist selbst ein Kind von Hoy. Über das Aufwachsen in Hoyerswerda erzählen im Buch Grit Lemkes Freund:innen und ehemalige Mitschüler:innen.

Über das dokumentarische Buch "Kinder von Hoy. Freiheit, Glück und Terror" sprachen wir mit Grit Lemke, die am Freitag den 20. Januar in Halle im Felicitas-von-Selmenitz-Haus aus ihrem Buch lesen wird.