Klimawandel und Biodiversität: Die Rolle artenreicher Wälder

Ein artenreicher Wald kann Temperaturextreme im Sommer und Winter besser ausgleichen als ein Wald mit geringerer Baumartenvielfalt. Was zunächst logisch klingt, ist das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Studie des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (kurz: iDiv), der Universität Leipzig, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Die Studie basiert auf einem groß angelegten Freilandexperiment mit gepflanzten Bäumen in China und wurde in der Fachzeitschrift Ecology Letters veröffentlicht. Es ist das weltweit größte Freilandexperiment und die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer größeren Baumartenvielfalt, insbesondere im Hinblick auf den fortschreitenden Klimawandel.
Dazu sprach Radio Corax mit Prof. Dr. Helge Bruelheide, der am Institut für Biologie der Martin-Luther-Universität in Halle arbeitet und die Studie mitveröffentlicht hat.


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Unterhalb der Baumkrone ist es während Hitzewellen kühler und während Kältewellen wärmer als in der Umgebung. Diese Temperaturpufferung ist umso stärker, je mehr Baumarten im Wald wachsen. Das Foto zeigt eine Versuchsfläche im BEF-China-Experiment. Foto: Florian Schnabel