Kolonialvergangenheit Deutschlands – wie die mangelnde Aufklärung heutige Debatten über Rassismus und Migration beeinflusst

Die Bundestagswahlen in Deutschland rücken immer näher und der Wahlkampf ist voll im Gange. Jüngst machte eine vermeintlich rassistische Bemerkung von Olaf Scholz gegenüber dem CDU-Politiker Joe Chialo Schlagzeilen. Scholz habe den CDU Politiker als „Hofnarr“ seiner Partei bezeichnet. Friedrich Merz und andere CDU Politiker*innen zeigen sich über die Bemerkung entrüstet, obwohl gerade die Union und Merz persönlich immer wieder mit offen rassistischen Bemerkungen auffallen. Die Furore offenbaren aber ein viel grundlegenderes Problem: die enorme Bildungslücke und Ahnungslosigkeit darüber, was tatsächlich rassistisch ist und wie man damit umgeht. Während immerhin ein gewisser Konsens über die Aufklärung der Deutschen NS-Geschichte in Schulen besteht, ist die Deutsche Kolonialgeschichte hingegen oftmals kein oder kaum Bestandteil des Lehrplans.

Wie die mangelnde Aufklärung über den deutschen Kolonialismus heutige gesellschaftliche Debatten, etwa über Rassismus oder Migration beeinflusst, sprach Radio Corax mit Dr. Boniface Mabanza Bambu. Er ist seit 2008 als Trainer für Antirassismus, Diversity und Entwicklungspolitik in Deutschland aktiv und ist kongolesischer Abstammung.


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Symbolbild deutscher Kolonialismus: Deutsch-Ostafrika, Kreuzer Königsberg. Bild: Bundesarchiv, Bild 105-DOA3002 / Walther Dobbertin (CC BY-SA)